Großonkel Pauls Geigenbogen

Romeo Franz / Alexandra Senfft

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Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto

Romeo Franz ist der erste Sinto im Europäischen Parlament. In Großonkel Pauls Geigenbogen erzählt er gemeinsam mit Alexandra Senfft über das Leben seiner Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Geprägt von der Liebe zur Musik und dem großen Zusammenhalt in der Familie ist das Buch eine mitreißende Chronik der Sinti und Roma von großer erzählerischer Kraft über Widerstand, Selbstbestimmung und Erfolg sowie zugleich ein eindrückliches Plädoyer gegen Diskriminierung und Rassismus.

Über das Buch

Seit mehr als 600 Jahren leben Sinti in Deutschland, Roma seit 200 Jahren. Ihre Kultur reicht viele Jahrhunderte zurück und ist tief mit der deutschen Historie verwoben. Anfangs noch als Handwerker, Künstler und Kaufleute hochgeachtet, wurden sie schon bald systematisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen und verfolgt. Bis heute halten sich diskriminierende Stereotype und starke Vorurteile gegenüber der größten Minderheit Europas. Der preußische Sinto Romeo Franz kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte von Sinti und Roma. In Großonkel Pauls Geigenbogen erzählt er nun seine beeindruckende deutsche Familiengeschichte, in der schillernde Charaktere, starke Frauen und außergewöhnliche Schicksale ans Licht treten – aber auch die Erinnerungen an Ausgrenzung, Abwertung im Kaiserreich und schließlich die Vernichtung durch die Nazis und der Neuanfang der Überlebenden.

In Großonkel Pauls Geigenbogen beleuchtet Romeo Franz nicht nur die Bedeutung von Musik, Familie und Widerstand, sondern auch die Folgen der fortgesetzten Verfolgung, die bis in die heutigen Generationen nachwirken. Mit ihrem Buch laden Romeo Franz und Alexandra Senfft dazu ein, sich mit der Geschichte der Menschen mit Romanes-Hintergrund auseinander zu setzen und mit ihren Leser:innen in einen Dialog zu treten.

Erscheinungstermin: 20. März 2024 bei Goldmann

Über die Autor:innen

Romeo Franz, 1966 in Kaiserslautern geboren, stammt aus einer deutschen Sinti-Familie und ist Musiker und Politiker. Franz setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte der Menschen mit Romanes-Hintergrund ein und war von 2003 bis 2013 stellvertretender Vorsitzender des Lan-desverbands deutscher Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz sowie Mit-Begründer und Generalsekretär der Bundesvereinigung der Sinti und Roma (BVSR). Seit 2010 ist er parteipolitisch bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv. Als erster deutscher Sinto zog er 2018 in das Europäi-schen Parlamentes ein. Romeo Franz lebt in der Nähe von Speyer. Wenn sein politisches Mandat es erlaubt, tritt der passionierte Jazzmu-siker mit seinem 1991 gegründeten Romeo Franz Ensemble auf.

Alexandra Senfft, geboren 1961 in Hamburg, ist Publizistin und Autorin. Seit 1994 schreibt sie regelmäßig für deutsche und internationale Medien. Für ihr Buch »Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte« (2007) über das NS-Erbe ihrer mütterlichen Familie erhielt Senfft den Deutschen Biografiepreis. Senfft ist stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, Mitglied im Präsidium der Lagergemeinschaft Dachau und des PEN Berlin. Sie lebt in Oberbayern und auf einer griechischen Insel. Online findet man sie unter: alexandra-senfft.de

 

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