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© Hannah Lebershausen
Peter Hoeres

Zeitung für Deutschland

Die Geschichte der FAZ

Seit jeher prägt die FAZ die großen politischen Debatten der Bundesrepublik. Sie wurde und wird dabei geleitet von einer steten Auseinandersetzung um die richtige Linie, ob konservativ oder liberal, avantgardistisch oder traditionsbewusst. Am 1. November 2019 feiert die einflussreichste Zeitung Deutschlands ihr siebzigjähriges Bestehen. Der renommierte Historiker Peter Hoeres erhielt als erster Wissenschaftler Zugang zu den Archivalien der FAZ. Anhand der entscheidenden Köpfe und Ereignisse schildert er die Geschichte der Zeitung von der Gründung im Jahr 1949 bis heute. "Zeitung für Deutschland" ist eine deutsche Zeitgeschichte, wie sie so noch nicht erzählt wurde.



Über das Buch

Der späte Anfang nach Aufhebung des alliierten Lizenzzwangs ohne etablierten Verlag im Rücken ließ es nicht erwarten, dass aus der FAZ die Zeitung für Deutschland werden sollte. Und doch prägte die FAZ mit Köpfen, Themen und Debatten die Bundesrepublik von der Debatte über die Westbindung (Fall Sethe) bis über die Wiedervereinigung hinaus. Die Berichterstattung vom Oradour-Prozess und der vor der Haustür stattfindende Auschwitz-Prozess beleuchteten die Haltung des Blattes, dessen Redakteure zum Teil selbst belastet waren. Das Erbe der Vergangenheit betraf das Feuilleton in zahlreichen, mitunter von persönlichen Zerwürfnissen begleiteten Kontroversen. Rainer Werner Fassbinder, Ernst Nolte und Martin Walser forderten Stellungnahme, Polemik und Abgrenzung geradezu heraus. Starke Persönlichkeiten wie Marcel Reich-Ranicki oder Frank Schirrmacher hielten die Redaktion in Atem. Das gesellschaftliche Auseinanderdriften in den 68er Jahren spiegelte sich in einer Dichotomie des Blattes. Das Feuilleton sympathisierte mit Rudi Dutschke, das Politikressort verurteilte die Achtundsechziger für deren laute Aggressivität. Die Wirtschaftsjournalisten als ordoliberale Streiter für die Marktwirtschaft rügten die ökonomische Inkompetenz der Protestbewegung und kritisierten später die Europolitik.

In "Zeitung für Deutschland" erzählt Peter Hoeres die Geschichte dieser maßgeblichen publizistischen Stimme entlang von relevanten Stationen und zeigt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschehnisse der deutschen Geschichte eingewirkt hat.

Erscheint am 19. September 2019 bei Benevento




Über den Autor

Peter Hoeres, geboren 1971, wurde 2002 mit einer Arbeit über die Philosophie im Ersten Weltkrieg promoviert und dafür mit dem Dissertationspreis der Universität Münster ausgezeichnet. 2011 folgte die Habilitation über Massenmedien und die transatlantischen Beziehungen im Kalten Krieg. Seit 2013 ist er ordentlicher Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Medien-, Politik- und Kulturgeschichte. Für sein Buch recherchierte er viele Jahre im FAZ-Umfeld sowie als Erster im Archiv des Zeitungshauses und sprach mit zahlreichen Akteuren.




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